Großübung FÜLEX 2025 - Rückblick auf das erste Übungswochenende der Technischen Züge

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Mönchengladbach. Mit der FÜLEX25 findet die bislang größte landesweite Zivilschutzübung des Technischen Hilfswerks (THW) in Nordrhein-Westfalen statt. An vier Wochenenden im August und September üben pünktlich zum 75. Jubiläum des THW mehr als 4.000 ehrenamtliche Einsatzkräfte in realistischen Szenarien. Schauplatz ist ein weitläufiges Übungsgelände im Raum Mönchengladbach, auf dem sich die Einheiten nacheinander mehreren von insgesamt rund 50 vorbereiteten Szenarien aus sechs Themenfeldern stellen.

Das Übungsszenario ist eine hybride Bedrohungslage mit Sabotageakten und Angriffen auf kritische Infrastruktur,
verschärft durch Starkregenereignisse und übersättigte Böden. Zu diesen Szenarien zählte beispielsweise das Retten
von Personen aus gefährlichen Situationen und das unterstützende Sichern eines Tatorts.
Ziel der Übung ist es, die Fähigkeiten des THW im Zivilschutz zu schärfen und die Zusammenarbeit der Einheiten zu
trainieren. Angesichts der aktuellen politischen Lage will das THW in den nächsten Jahren seine Zivilschutzfähigkeit
gezielt stärken.


Im Mittelpunkt des Übungswochenendes vom 12. bis 14. September 2025 standen die Technischen Züge (TZ). Dazu
gehören:
 

• Zugtrupp (ZTr) – die mobile Führungseinheit eines Technischen Zuges. Sie richtet eine Führungsstelle ein,
erkundet Einsatzstellen, dokumentiert das Geschehen und hält die Verbindung zur Einsatzleitung, ferner
koordiniert der Zugtrupp die Arbeit aller unterstellten Gruppen.
 

• Bergungsgruppe (B) – die Basiseinheit des THW. Sie übernimmt ein breites Spektrum technischer
Hilfeleistungen, darunter die Rettung von Menschen und Tieren, das Bewegen von Lasten, das Räumen von
Trümmern sowie Abstütz- und Aussteifarbeiten. Mit ihrer universellen Ausstattung sind Bergungsgruppen
in fast jeder Einsatzlage flexibel einsetzbar.
 

• Fachgruppe Schwere Bergung (FGr SB) – sie ergänzt die Bergungsgruppe bei besonders komplexen und
schweren Schadenslagen. Mit spezieller Ausrüstung wie Betonkettensäge, Kernbohrgerät oder hydraulischen
Hebewerkzeugen kann die Fachgruppe Schwere Bergung verschüttete Personen befreien, massive
Hindernisse durchbrechen und tonnenschwere Lasten bewegen.
 

• Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung (FGr N) – sie schafft die notwendige Infrastruktur im
Einsatz und stellt die kurzfristige Versorgung der Einsatzkräfte sicher. Ihre Aufgaben reichen von Strom- und
Lichtversorgung über Transport- und Materiallogistik bis zum Aufbau von Unterkünften oder der
Instandsetzung kritischer Infrastruktur.
 

Die Einheiten wurden bewusst zusammengelost und mussten mit Ortsverbänden zusammenarbeiten, die sie bisher
nicht kannten. Dieses Vorgehen spiegelt die Realität in Großschadenslagen wieder, wenn Kräfte aus unterschiedlichen
Regionen kurzfristig gemeinsam eingesetzt werden.
 

Die Aufgabenpalette während der Übung war breit gefächert: Arbeiten im und am Wasser, Beleuchtung und
Elektroversorgung, Atemschutz- und CBRN-Lagen, Abstützen und Aussteifen, technische Rettung sowie verschiedene
Aspekte des Zivilschutzes. Auch Sabotageakte wurden simuliert; ein Pyrotechnik-Team der Fachgruppe Sprengen
sorgte mit Rauch, Feuer und Explosionen für zusätzliche Realität im Übungsgeschehen. Die Fachgruppe Ölschaden übte die Separation von kontaminiertem Wasser, die Bundespolizei betrieb eine Kontrollstelle und der Notfallverbund
der Kölner Archive und Bibliotheken demonstrierte das Sichern havarierter Bücher und Dokumente. Das
Jugendrotkreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) unterstützten die Übung als Notfalldarstellende. Das THW-
Einsatznachsorgeteam war für die Einsatzkräfte in belastenden Situationen vor Ort.
 

Der Ortsverband Oberhausen war mit seiner Bergungsgruppe ebenfalls Teil der Übung an diesem Wochenende.
 

An den Übungswochenenden der Technischen Züge sind jeweils etwa 1.400 Einsatzkräfte beteiligt, die feldmäßig
untergebracht werden. Zur deren Koordinierung unterstützten außerdem die Fachzüge Führung und
Kommunikation (FK) und Logistik die Übungsleitung. Während die Logistik Materialwirtschaft (Log MW) für
Nachschub und Reparaturen von Einsatzgerät sorgte, stellte die Logistik Verpflegung (Log V) mit gut 30 Köchinnen
und Köchen aus vier Ortsverbänden die Versorgung sicher – über die gesamte Übung werden so über 4.500
Mittagsmahlzeiten frisch zubereitet und ausgegeben.
 

Die FÜLEX25 bot damit eine einmalige Gelegenheit, Ausbildung und Zusammenarbeit unter realistischen
Bedingungen auf ein neues Niveau zu heben.
 

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite https://story.thw.de/fuelex2025.

 

Quelle: Text: Media Team/LV NW

            Bilder: Media Team/LV NW

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